Normen und Leitlinien

Die deutschen Bischöfe begannen im Jahr 2010 die schrittweise Aktualisierung und Neuschaffung der offiziellen Normen und Leitlinien zum Umgang mit Fällen des sexuellen Missbrauchs. Lesen Sie hier die Chronologie der Ereignisse.

Überarbeitete Regelwerke zum Umgang mit sexuellem Missbrauch und zur Prävention im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz

Zu Beginn des kommenden Jahres treten die neue „Ordnung für den Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger und schutz- oder hilfebedürftiger Erwachsener durch Kleriker und sonstige Beschäftigte im kirchlichen Dienst“ und die „Rahmenordnung – Prävention gegen sexualisierte Gewalt an Minderjährigen und schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ in allen (Erz-)Diözesen in Kraft. Beide Dokumente wurden vom Ständigen Rat der Deutschen Bischofskonferenz am 18. November 2019 beschlossen.

ORDNUNG für den Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger und schutz- oder hilfebedürftiger Erwachsener durch Kleriker und sonstige Beschäftigte im kirchlichen Dienst
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RAHMENORDNUNG – Prävention gegen sexualisierte Gewalt an Minderjährigen und schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz
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Bis zum 31. Dezember 2019 sind weiterhin die untenstehenden Fassungen der Leitlinien und der Rahmenordnung Prävention gültig.

Ständiger Rat befasst sich mit der Überarbeitung der Rahmenordnung Prävention, der Leitlinien und des Maßnahmenkatalogs zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs

Der Ständige Rat hat sich auf seiner Sitzung am 25. Juni 2019 in Berlin mit Entwürfen zur Überarbeitung der Leitlinien für den Umgang mit sexuellem Missbrauch und der Rahmenordnung Prävention befasst. Die Entwürfe wurden seit Juni 2017 in Redaktionsprozessen unter Einbeziehung von Betroffenen erarbeitet. Dabei wurden Hinweise aus den (Erz-)Bistümern ebenso berücksichtigt wie die Ergebnisse des Gutachtens des Instituts für Praxisforschung und Projektberatung München zum Bistum Hildesheim (Oktober 2017), der MHG-Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ (September 2018) und neuere datenschutzrechtliche Entwicklungen.

Mit der Veröffentlichung des Motu proprio Vos estis lux mundi am 9. Mai 2019 hat Papst Franziskus ein weiteres Dokument im Kampf gegen den sexuellen Missbrauch erlassen. Auch wenn viele der neuen universalkirchlichen Normen bereits durch die Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz abgedeckt sind, müssen Regelungen des Motu proprio in die Leitlinien und die Rahmenordnung eingearbeitet werden. Aus diesem Grund hat der Ständige Rat die Geltungsdauer der aktuellen Regelungen bis zum 31. Dezember 2019 verlängert. Die abschließenden Entwürfe sollen bis Ende 2019 verabschiedet werden.
Mehr lesen: Pressemitteilung 25.06.2019

Zusammenfassung: Wichtige Dokumente in einer Broschüre

Das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz hat im Mai 2014 die Arbeitshilfe 246 von Januar 2012 neu herausgegeben, in einer überarbeiteten und aktualisierten Fassung.

Titel: Aufklärung und Vorbeugung – Dokumente zum Umgang mit sexuellem Missbrauch im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz. Arbeitshilfen Nr. 246 (3., verbesserte Auflage, Bonn 2014)

Seit Bekanntwerden der Fälle sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche in Deutschland Anfang 2010 haben die Bischöfe und Vertreter der Orden effektive Maßnahmen zur Intervention, Aufklärung und Aufarbeitung des geschehenen Unrechts in die Wege geleitet und vielfältige Instrumente geschaffen, um sexuellem Missbrauch im kirchlichen Raum zukünftig so wirksam wie möglich entgegenzuwirken.

Die Broschüre versammelt die wesentlichen Unterlagen, die in diesem Zusammenhang entstanden sind: die Erklärung der Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz vom 25. Februar 2010, die 2013 überarbeiteten und weiterentwickelten Leitlinien, das ebenfalls 2013 fortgeschriebene Rahmenkonzept Prävention mit einer Handreichung sowie das Dokument zu den „Leistungen in Anerkennung des Leids, das Opfern sexuellen Missbrauchs zugefügt wurde“. Sie werden ergänzt von den Vereinbarungen, die der Beauftragte für Fragen sexuellen Missbrauchs, Bischof Dr. Stephan Ackermann, mit dem Bund bzw. dem Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung zur Umsetzung der Empfehlungen des Runden Tischs getroffen hat. Die Broschüre enthält auch die wesentlichen Texte des Vatikans zu dieser Thematik.
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Überarbeitung von Leitlinien und Rahmenordnung Prävention

Der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz hat auf seiner Sitzung am 26. August 2013 die „Leitlinien für den Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger und erwachsener Schutzbefohlener durch Kleriker, Ordensangehörige und andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ sowie die „Rahmenordnung Prävention gegen sexualisierte Gewalt an Minderjährigen und erwachsenen Schutzbefohlenen im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ verabschiedet. Sie sind überarbeitete Fortschreibungen der bisherigen Regelungen, die 2010 ad experimentum für drei Jahre in Kraft gesetzt worden waren.
Zur Pressemitteilung vom 16.09.2013

Hinweis: 2018 wurden Leitlinien und Rahmenordnung erneut überarbeitet und im Juni 2019 die Geltungsdauern nochmals verlängert auf 31. Dezember 2019.

LEITLINIEN für den Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger und erwachsener Schutzbefohlener durch Kleriker, Ordensangehörige und andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz (Hinweis: In der aktuellen Fassung vom 25. Juni 2019)
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GUIDELINES for dealing with sexual abuse of minors and of adult charges by clergy, religious and other staff within the domain of the German Bishops’ Conference
(Note: In the current version of 25 June 2019)
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DIRECTIVES visant le traitement d'abus sexuels commis envers des mineurs et des adultes sous tutelle par des membres du clergé, de communautés religieuses et d'autres collaboratrices et collaborateurs dans le domaine de la Conférence épiscopale allemande
(Allusion: Voici la version actuelle datée du 25 juin 2019)
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LINEE GUIDA per il trattamento dei casi di abuso sessuale su minori e su persone adulte sotto tutela da parte di ecclesiastici, membri di ordini religiosi e del personale laico della Chiesa nell'ambito della Conferenza Episcopale Tedesca
(Suggerimento: Nella versione aggiornata del 25 giugno 2019)
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RAHMENORDNUNG Prävention gegen sexualisierte Gewalt an Minderjährigen und erwachsenen Schutzbefohlenen im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz
(Hinweis: In der aktuellen Fassung vom 25. Juni 2019)
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FRAMEWORK REGULATION Prevention of sexualised violence against minors and adult charges within the domain of the German Bishops’ Conference
(Note: In the current version of 25 June 2019)
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RÈGLEMENT CADRE Prévention de la violence sexualisée envers les mineurs et les adultes sous tutelle dans le domaine de la Conférence épiscopale allemande
(Allusion: Voici la version actuelle datée du 25 juin 2019)
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NORME sulla prevenzione della violenza a sfondo sessuale su minori e persone adulte sotto tutela nell'ambito della Conferenza Episcopale Tedesca
(Suggerimento: Nella versione aggiornata del 25 giugno 2019)
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REGLAMENTO MARCO: Prevención de la violencia sexual contra menores y adultos tutelados en el ámbito de la Conferencia Episcopal
(Indicio: ¡En la versión actual del 25 de junio de 2019!)
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„Die Leitlinien werden umgesetzt“

Missbrauchs-Debatte: Bischöfe verteidigen eigene Vorschriften

In der aktuellen Debatte um ihre Missbrauchs-Leitlinien verteidigt die Deutsche Bischofkonferenz ihre Position. Eine Verschärfung der Null-Toleranz-Politik im Sinne eines ausnahmslosen Beschäftigungsverbots für sexualstraffällig gewordene Priester stehe nicht zur Diskussion, sagte Bischofskonferenz-Sprecher Matthias Kopp. Zugleich stellte er sich am Dienstag in einem Gespräch mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Bonn hinter den Missbrauchsbeauftragten Stephan Ackermann. Das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ hatte dem Trierer Bischof am Wochenende Versäumnisse im Kampf gegen Missbrauch vorgeworfen.

KNA-Interview vom 20.03.2012 im Wortlaut

Leitlinien zum Vorgehen bei sexuellem Missbrauch

Die Deutsche Bischofskonferenz hat am 31.08.2010 die überarbeiteten „Leitlinien für den Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger durch Kleriker, Ordensangehörige und andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ vorgestellt.
Zur Pressemitteilung vom 31.08.2010

Neufassung „Normen über die schwerwiegenden Delikte“

Erzbischof Dr. Robert Zollitsch zur Neufassung der „Normen über die schwerwiegenden Delikte“ (Normae de gravioribus delictis)
Zu Pressemitteilung vom 15.07.2010

Deutsche Übersetzung der "Veränderungen in den Normae de gravioribus delictis" (15.07.2010)
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Ständiger Rat

Bei einem regelmäßigen Treffen der deutschen Ortsbischöfe in Würzburg, dem sogenannten Ständigen Rat, wurden die Leitlinien beraten.
Zur Pressemitteilung vom 26.04.2010

Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz

Hinweis: Die Leitlinien sind inzwischen überarbeitet. Sie können hier den Wortlaut von 2002 nachlesen:

Leitlinien zum Vorgehen bei sexuellem Missbrauch Minderjähriger durch Geistliche (mit Erläuterungen, 27. September 2002)
Zur Pressemitteilung vom 27.09.2002