Fragen und Antworten zum Synodalen Weg

Der Synodale Weg ist bereits jetzt durch verschiedene Fachbegriffe geprägt, die zum Einstieg hier erläutert werden. Im Anschluss finden Sie Antworten zu häufig gestellten Fragen rund um den Synodalen Weg.

Die Gemeinsame Konferenz wurde nach der Würzburger Synode (1971–1975) eingerichtet und besteht seitdem aus Vertretern der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK). Sie tagt zweimal im Jahr, um über Themen und Aufgaben zu beraten, die sich beiden Gremien gemeinsam stellen. Ihr gehören zehn Bischöfe und zehn Laienvertreter an. In der Vorbereitung des Synodalen Weges spielt die Gemeinsame Konferenz eine wichtige Rolle.

Die Synodalversammlung ist das oberste Organ des Synodalen Weges und fasst die Beschlüsse. Ihr gehören die Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz, 69 Vertreter des Zentralkomitees der deutschen Katholiken sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter geistlicher Dienste und kirchlicher Ämter an.

Für die inhaltliche Arbeit des Synodalen Weges werden vier Synodalforen eingerichtet. Sie erarbeiten die Vorlagen für die Synodalversammlung. Bisher gab es vier Foren, die vorbereitend für den Synodalen Weg gearbeitet haben („Macht, Partizipation, Gewaltenteilung“, „Sexualmoral“, Priesterliche Lebensform“ und „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“). Die Synodalforen führen diese Themen fort und heißen künftig „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche – Gemeinsame Teilhabe und Teilhabe am Sendungsauftrag“, „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“, „Priesterliche Existenz heute“ und „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“.

Das Synodalpräsidium bereitet die Synodalversammlungen vor und nach. Ihm gehören der Vorsitzende und der Stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz sowie die Präsidentin / der Präsident und eine Vize-Präsidentin / ein Vize-Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken an.

Die Satzung des Synodalen Weges regelt das Zusammenwirken der Organe des Synodalen Weges. Sie tritt nach Annahme durch die Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken in Kraft.

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Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken ist der Zusammenschluss von Vertreterinnen und Vertretern der Diözesanräte und der katholischen Verbände sowie von Institutionen des Laienapostolats und von weiteren Persönlichkeiten aus Kirche und Gesellschaft. Organe des Zentralkomitees sind die Vollversammlung, der Hauptausschuss, das Präsidium sowie die Präsidentin bzw. der Präsident.

Zeitlicher Ablauf

Der Synodale Weg beginnt am 1. Dezember 2019 (erster Advent und Beginn des neuen Kirchenjahres). Eigentlich hat er innerlich und inhaltlich bereits begonnen, als die Deutsche Bischofskonferenz einen strukturierten Weg gemeinsam mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken beschlossen hat. Hier kommt eine neue Geisteshaltung zum Ausdruck, die der Synodalität in der Kirche innewohnt: gemeinsam, miteinander, füreinander!

In den laufenden Planungen und Vorbereitungen für den Synodalen Weg ist eine Laufzeit von zwei Jahren angedacht, ohne diese Frist formal zu setzen. Hierdurch soll eine Flexibilität/Offenheit für das gemeinsame Ringen um Antworten auf die Herausforderungen geschaffen werden, die mit der Auswertung der Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ (MHG-Studie) deutlich wurden.

Für die einzelnen Phasen ist keine exakte Dauer vorgesehen, um Flexibilität und Offenheit für das gemeinsame Ringen um Antworten auf die Herausforderungen zu schaffen.

Meilensteine des Synodalen Weges sind sowohl jeweils die Synodalversammlungen, in denen die Synodalforen die Ergebnisse ihrer Beratungen präsentieren, über die diskutiert und entschieden wird, als auch Elemente der Partizipation des Volkes Gottes im Rahmen von begleitenden Veranstaltungen auf diözesaner und nationaler Ebene.

Der Synodale Weg ist ein Prozess, der nicht fertig definiert ist. Damit verbunden können Entscheidungen auch auf dem Weg herbeigeführt werden. Insofern kann es Entscheidungen „unterwegs“ und Entscheidungen „am Ende“ geben. Die Entwicklungen und Ergebnisse des Prozesses werden transparent und nachvollziehbar durch die Website www.synodalerweg.de und weitere Formate kommuniziert.

Strukturen und Prozesse

Warum Synodaler Weg: Die Deutsche Bischofskonferenz hat auf ihrer Frühjahrs-Vollversammlung 2019 in Lingen beschlossen, sich gemeinsam mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) auf einen „Synodalen Weg zu begeben“. Der „Synodale Weg“ ist kein (kirchenrechtlich) definiertes Format, sondern eigener Art (sui generis). Er kann auch im Prozess des Begehens des Weges gestaltet werden.

Das entspricht der Anforderung an den Synodalen Weg, die Kardinal Reinhard Marx für die Bischofskonferenz im Anschluss an die Lingener Vollversammlung so formuliert hat: „Der Glaube kann nur wachsen und tiefer werden, wenn man frei wird von Blockierungen des Denkens, wenn man sich der freien und offenen Debatte stellt und die Fähigkeit entwickelt, neue Positionen zu beziehen und neue Wege zu gehen.“

Dazu schreibt Papst Franziskus in seinem Brief an das pilgernde Volk Gottes in Deutschland vom 29. Juni 2019: „Es handelt sich im Kern um einen synodos, einen gemeinsamen Weg unter der Führung des Heiligen Geistes. Das aber bedeutet, sich gemeinsam auf den Weg zu begeben mit der ganzen Kirche unter dem Licht des Heiligen Geistes, unter  seiner Führung und seinem Aufrütteln, um das Hinhören zu lernen  und  den immer neuen Horizont zu erkennen, den er uns schenken möchte.“

Die Verbindlichkeit der Erkenntnisse eines solchen Weges verantworten alle diejenigen, die offiziell an ihm beteiligt sind. Die Verbindlichkeit in der Umsetzung kommt je nach Materie dem Apostolischen Stuhl und/oder dem Ortsbischof zu.

Warum keine Synode: Eine Synode ist ein vom Kirchenrecht her klar definiertes Format, in dem von der Themensetzung bis zur Zusammensetzung der Teilnehmenden und deren Kompetenzen alles geregelt ist. Eine Synode bedarf der Zustimmung durch den Heiligen Stuhl, die oft erst nach einem längerfristigen Verfahren erteilt werden kann. Das verlangsamt das notwendige Tempo in der Behandlung der anstehenden Fragen.

In der jetzigen Situation eröffnet ein Synodaler Weg sui generis eine konzentrierte Auseinandersetzung mit den aktuellen Herausforderungen. Er ermöglicht das Entdecken eines „erweiterten Horizonts“, der Räume neu öffnet, in denen innovativ gehandelt werden kann.

Der Synodale Weg ist als ein Format angelegt „zwischen“ einer Synode und dem Gesprächsprozess, wie er von der Deutschen Bischofskonferenz in den Jahren 2011 bis 2015 als ein geistlicher Prozess initiiert worden war. Damals sollte – von unterschiedlichen Perspektiven ausgehend – der Frage nachgegangen werden, vor welchen Herausforderungen die Kirche in ihren wesentlichen Selbstvollzügen steht und welcher Bezug dabei zu den richtungsweisenden Aussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils existiert. In diesem Format hatten die Laien lediglich eine die Bischöfe beratende Funktion. Verbindliche Beschlüsse gab es nicht.

Außerdem arbeiten bei dem jetzt beginnenden Synodalen Weg zwei Partner zusammen, nämlich die Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Ihre Zusammenarbeit wird durch klare Strukturen, an die sich alle binden, geregelt. Die Partner sind sich bewusst, dass es konkrete Beschlüsse geben soll.

Die Satzung des Synodalen Weges soll die Themen, die Beteiligungswege und Entscheidungsstrukturen sowie die Veröffentlichung der Ergebnisse und Beschlüsse regeln. Vorgeschlagen werden eine Synodalversammlung, verschiedene Synodalforen und ein Synodalpräsidium. Diesen gehören neben Mitgliedern des Synodalen Weges weitere Experten und Sachverständige an. Geleitet wird der Synodale Weg von einem Präsidium, welches paritätisch von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) besetzt wird. Eingeladen, an den Plenarveranstaltungen mit Rederecht teilzunehmen, werden der Apostolische Nuntius, Vertreter der nichtkatholischen Kirchen sowie der Bischofskonferenzen und überregionalen Laienorganisationen der angrenzenden Staaten. Näheres wird eine Geschäftsordnung regeln, die derzeit erarbeitet wird.

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Die Satzung wird von der Gemeinsamen Konferenz vorbereitet. Sie besteht aus Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) und wurde nach der Würzburger Synode (1971–1975) eingerichtet. Die Deutsche Bischofskonferenz hat die Satzung auf ihrer Vollversammlung im September 2019 beschlossen. Das ZdK wird die Satzung final auf der Vollversammlung im November 2019 verabschieden.

Die Zusammensetzung der Synodalversammlung ist noch nicht abgeschlossen. Gesetzt sind alle (Erz-)Bischöfe und Weihbischöfe und entsprechend viele Vertreterinnen und Vertreter aus dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (im ZdK sind die Diözesanräte, Institutionen und Verbände sowie Einzelpersonen aus der ganzen Kirche in Deutschland vertreten). Darüber hinaus sind kirchliche Berufsgruppen vertreten, die Ordensgemeinschaften sowie Mitarbeiter der diözesanen Verwaltungen. Die „junge Generation“ wird durch 15 katholische Gläubige vertreten sein, die zum Beginn des Synodalen Weges unter 30 Jahre alt sind. Bei der Besetzung wird auf Geschlechter- und Generationengerechtigkeit geachtet.

Zur Vorbereitung des Synodalen Weges wurden vier Vorbereitungsforen eingesetzt, die ihre Arbeit bis zum September 2019 durchgeführt haben. Diese Vorbereitungsforen haben Texte entwickelt, die auf der erweiterten Gemeinsamen Konferenz am 13./14. September 2019 in Fulda diskutiert und als Arbeitsfassung seitdem im Internet bereitgestellt wurden. Es handelt sich dabei um vorbereitende Arbeitspapiere, die in die Beratungen der künftigen Synodalversammlungen einfließen werden. Die bisherigen vier Foren befassten sich mit den Themen „Macht, Partizipation, Gewaltenteilung“, „Sexualmoral“, Priesterliche Lebensform“ und „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“. Die Synodalforen führen diese Themen fort und heißen künftig „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche – Gemeinsame Teilhabe und Teilhabe am Sendungsauftrag“, „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“, „Priesterliche Existenz heute“ und „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“.

Die Mitglieder der Synodalforen werden auf der konstituierenden Sitzung der ersten Synodalversammlung durch die Mitglieder der Synodalversammlung gewählt. Das Synodalpräsidium legt der Synodalversammlung einen Vorschlag unter Aufnahme von Vorschlägen der Vorsitzenden der vorbereitenden Foren und unter Berücksichtigung von Interessenbekundungen der Mitglieder der Synodalversammlung vor. Die Synodalforen sollen eine Größe von etwa 30 Mitgliedern haben. Bei der Besetzung wird darauf geachtet, ein breites Spektrum an Hintergründen, Fähigkeiten und Perspektiven einzubeziehen. So sollen in den Foren Bischöfe, Ordens- und Gemeindepriester ebenso wie Gemeindereferenten, Professoren, Vertreter von ZdK und Laienorganisationen sowie weitere Organisationen zusammenkommen.

Die Deutsche Bischofskonferenz und jeder einzelne Diözesanbischof können sich die Beschlüsse der Synodalversammlung, die eine Materie betreffen, deren rechtliche Regelung auf partikularkirchlicher Ebene in ihre jeweilige Zuständigkeit und Kompetenz fällt, zu eigen machen. Die Beschlüsse erlangen dann Rechtswirkung, wenn sie als Allgemeines Dekret der Deutschen Bischofskonferenz im Amtsblatt des Vorsitzenden oder als diözesane Gesetze durch den jeweiligen Diözesanbischof im diözesanen Amtsblatt veröffentlicht werden. Über die Umsetzung von Beschlüssen, die eine weltkirchliche Relevanz entfalten, entscheidet der Apostolische Stuhl.

Der Papst hat in seinem Schreiben vom 29. Juni 2019 „ An das pilgernde Volk Gottes in Deutschland“ eine Antwort auf diese Frage gegeben. In der Eröffnung des Briefes spricht der Papst über sein Motiv: „Ich (…) möchte Euch nahe sein und Eure Sorge um die Zukunft der Kirche in Deutschland teilen. Wir sind uns alle bewusst, dass wir nicht nur in einer Zeit der Veränderungen leben, sondern vielmehr in einer Zeitenwende, die neue und alte Fragen aufwirft, angesichts derer eine Auseinandersetzung berechtigt und notwendig ist.“ Wie die kuriale Verwaltung zu integrieren ist, hängt an der potenziellen Reichweite der Beschlüsse/Empfehlungen des Synodalen Weges.

Inhalte/Themen

Der Synodale Weg der katholischen Kirche in Deutschland dient der gemeinsamen Suche nach Schritten zur Stärkung des christlichen Zeugnisses. Angestrebt ist die Klärung von zentralen Problemfeldern:

  • „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche – Gemeinsame Teilhabe und Teilnahme am Sendungsauftrag“
    Der Synodale Weg behandelt zum einen das Thema des klerikalen Machtmissbrauchs. Er soll klären, was getan werden muss, um den nötigen Machtabbau zu erreichen und eine gerechtere und rechtlich verbindliche Ordnung aufzubauen. Der Aufbau von Verwaltungsgerichten gehört dazu.
  • „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe Leben in Sexualmoral und Partnerschaft“
    Ein weiteres Thema des Synodalen Weges ist die Sexualmoral der Kirche. Diese hat aus Sicht vieler Getaufter entscheidende Erkenntnisse aus Theologie und Humanwissenschaften nicht hinreichend rezipiert. Die personale Bedeutung der Sexualität findet keine hinreichende Beachtung. Das Resultat: Die Moralverkündigung gibt der überwiegenden Mehrheit der Getauften keine Orientierung.
  • „Priesterliche Existenz heute“
    Der Synodale Weg fragt, wie wir heute in Deutschland Christinnen und Christen sein wollen und welche Ämter und Lebensformen der Sendung der Kirche in der Welt dienen. Der Zölibat wird als Ausdruck der persönlichen Beziehung zu Jesus Christus hoch geschätzt. Wie weit er zum Zeugnis des Priesters in der Kirche gehören muss, wird diskutiert werden.
  • „Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche“
    Darüber hinaus soll im Synodalen Weg die Frage nach der Rolle der Frau in der Kirche erörtert werden. Im Synodalen Weg geht es darum, die Relevanz von Glaube und Kirche wieder in die gesellschaftliche Debatte einzubringen und gleichzeitig Antworten auf binnenkirchliche Fragen zu finden. Das geht nur in einer Gemeinsamkeit von Frauen und Männern in der Kirche.

Der Synodale Weg ist aufgrund der Ergebnisse der MHG-Studie entstanden. Das bedeutet: Zum einen gibt es durch die Studie klare Aufgaben, die bei der Aufarbeitung des Themas kontinuierlich eine Rolle spielen und bereits laufen und daher nicht Bestandteil des Synodalen Weges sind. Zum anderen wird es notwendig und richtig sein, die Perspektive der Betroffenen sexuellen Missbrauchs in die Arbeit der Synodalforen mit einzubeziehen.

Der Brief hat eine besondere Bedeutung für die Grundlage des Weges, seine spirituelle Dimension. In diesem Sinn ist der Brief des Papstes zu verstehen: Eine wahre Ermutigung für das gemeinsame Ringen um eine gelingende Verkündigung des Evangeliums angesichts der Glaubens- und Missbrauchskrise in unserem Kulturraum. Es wird die Mahnung des Papstes aufgegriffen, dass sich der Prozess nicht in Strukturdebatten ergehen darf, sondern es sich um einen vom Geist Gottes geleiteten Prozess handeln soll. Dabei unterliegen jene Aspekte, die die weltkirchliche Ebene betreffen, jedoch keinem Diskussionsverbot. Sie werden vor dem Hintergrund der Glaubensverkündigung in Deutschland reflektiert und die Ergebnisse, eventuell verbunden mit einem (Handlungs-)Votum, dem Vatikan übermittelt.

Der Synodale Weg der katholischen Kirche in Deutschland dient der gemeinsamen Suche nach Schritten zur Stärkung des christlichen Zeugnisses. Angestrebt ist die Klärung von zentralen Handlungsfeldern: „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche – Gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am Sendungsauftrag“, „Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“, „Priesterliche Existenz heute“, „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“.

Die Evangelisierung ist das übergeordnete Ziel des Synodalen Weges. Sie kommt in der Frage nach der Relevanz von Glaube und Kirche in der heutigen Zeit zum Ausdruck. Allerdings muss der Synodale Weg nach Antworten auf drängende Fragen suchen, um die Glaubens- und Missbrauchskrise überwinden zu können.

Fragen, die nicht nur ein Bistum oder die Gemeinschaft der deutschen Bistümer betreffen, sondern die Weltkirche, müssen in den überdiözesanen Kontext gestellt werden und in ihm seine Beantwortung finden. Solche Beschlüsse werden dem Apostolischen Stuhl als Votum des Synodalen Weges übermittelt.

Verbindliche Beschlüsse werden von den Gremien des Synodalen Weges durch deren geregelte Abstimmungsverfahren zu solchen gemacht. Alle anstehenden Fragen können ohne Einschränkung im Prozess des Synodalen Weges eingebracht und erörtert werden und auch in eine Beschlussvorlage überführt werden.

Fragen, die die Weltkirche betreffen, also nicht nur ein Bistum oder die Gemeinschaft der deutschen Bistümer, müssen in den überdiözesanen Kontext gestellt werden und in ihm seine Beantwortung finden. Insofern kann es Beschlüsse geben, die als Votum der Kirche in Deutschland an Rom gerichtet werden. Darüber hinaus ist festzuhalten: In jedem (Erz-)Bistum ist der Ortsbischof im Rahmen seiner Rechte und Pflichten letztendscheidend. 

Partizipation und Kommunikation

Über die Plattform www.synodalerweg.de wird ab dem 1. Advent 2019 kontinuierlich und transparent über den Synodalen Weg der Kirche in Deutschland informiert. Bis dahin stehen alle Informationen über den Synodalen Weg hier und auf www.zdk.de bereit.

Da es sich um einen Synodalen Weg der katholischen Kirche in Deutschland handelt, ist es wichtig, dass das gemeinsame Ringen nicht nur von zwei Institutionen getragen wird, sondern vom „pilgernden Volk Gottes in Deutschland“. Dafür ist es notwendig, dass sich die einzelnen Teile der verfassten Kirche und der katholischen Verbände und Bewegungen auf ihre Weise in den Weg einbringen: sei es konkret durch Beteiligung eines Vertreters im Synodalen Weg, sei es durch schriftliche Stellungnahme und Kommentierung des Geschehens, sei es durch die Beteiligung an Informationsveranstaltungen (z. B. Katholische Akademien), durch mediale Interaktion (Social Media) oder auch durch fürbittendes Gebet. An entsprechenden Partizipationsformaten wird derzeit gearbeitet.

Bisher werden Fragen zum Synodalen Weg vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz und dem Generalsekretariat des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) beantwortet. Für den Synodalen Weg wird ein Büro eingerichtet, das sich zukünftig mit der Aufnahme und Beantwortung der Meinungen und Stellungnahmen beschäftigt. Dies wird per E-Mail und möglicherweise über ausgewählte Social Media-Kanäle möglich sein. Hier werden Kontaktwege eröffnet.

Die interessierte Öffentlichkeit kann sich zum einen über die begleitenden Veranstaltungen zum Synodalen Weg an den inhaltlichen Diskussionen beteiligen. Zudem gibt es die Möglichkeit, sich über E-Mail und ein Kontaktformular auf der Website des Synodalen Weges inhaltlich einzubringen.

Der Synodale Weg soll von Transparenz geprägt sein. Daher werden die Sitzungen der Synodalversammlung, in denen die Arbeit der Foren vorgestellt wird, medienöffentlich sein. Über die Plattform www.synodalerweg.de wird ab dem 1. Advent 2019 kontinuierlich und transparent über den Synodalen Weg der Kirche in Deutschland informiert.

Mit den begleitenden Veranstaltungen soll der interessierten Öffentlichkeit ermöglicht werden, sich an den Diskussionen des Synodalen Weges zu beteiligen. Dadurch soll vor allem eine möglichst breite Einbindung der Katholiken gewährleistet werden.

Es ist geplant, dass Berichterstatter die Diskussionen der begleitenden Veranstaltungen zusammenfassen und an die jeweils zuständigen Synodalforen weiterleiten werden.

Weitere Informationen
  • Der Synodale Weg
    Einstiegsseite des Themenbereichs zum Synodalen Weg mit ausführlichen Informationen und einer Chronologie der Ereignisse