Allerheiligen und Allerseelen

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Hochfest Allerheiligen

Zum Hochfest „Allerheiligen“ gedenkt die katholische Kirche jedes Jahr am 1. November „aller Heiligen“ und ehrt damit nicht nur die vom Papst heiliggesprochenen Frauen und Männer, sondern auch die vielen Menschen, die unauffällig ihren Glauben gelebt und ihr Christentum unbeirrt verwirklicht haben. Alle Gläubigen werden so daran erinnert, eine Gemeinschaft mit allen Verstorbenen zu bilden, durch die Kirche.

Die Kirche würdigt an Allerheiligen aber nicht nur die bereits Verstorbenen, es wird in Gebeten und Heiligen Messen auch an das Sterben derjenigen gedacht, die noch leben. Allerheiligen ist in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland gesetzlicher Feiertag.

In der abendländischen Kirche wird Allerheiligen seit dem neunten Jahrhundert am 1. November gefeiert. Als Initiator gilt der mittelalterliche Theologe Alkuin. Im 7. Jahrhundert weihte Papst Bonifaz IV. 609 das Pantheon in Rom der „Mutter Gottes und allen Märtyrern“ und baute den einst antiken Bau in eine christliche Kirche um. 

„Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst“

Gotteslob 675,3

Allerseelen – Gedenktag für die Verstorbenen

Im Gedenken an die Verstorbenen feiern Katholiken am 2. November das Fest Allerseelen und beten um deren Erlösung. Bereits am Tag vor Allerseelen, an Allerheiligen, werden die Gräber der Verstorbenen mit Blumen, grünen Zweigen und Lichtern geschmückt und ausgesegnet. Die Lichter symbolisieren die Seelen der Verstorbenen, das Grün gilt als Zeichen der Hoffnung.

Die Wurzeln des Festes reichen bis ans Ende des ersten Jahrtausends zurück. Damals war es der Abt Odilo von Cluny, der im Jahre 998 dieses Gedächtnis in allen ihm unterstellten Klöstern einsetzte. Schon bald wurde die Tradition in der ganzen abendländischen Kirche übernommen und ist heute tief im Volksglauben verankert.