| Aktuelle Meldung | Nr. 021

Rückkehrberatung – Erzbischof Heße und Staatssekretär Mayer besuchen Beratungsstelle des Raphaelswerks in Hannover

Auf Einladung des Vorsitzenden der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Stefan Heße (Hamburg), besuchte gestern (5. Dezember 2018) eine Delegation des Bundesministeriums des Innern (BMI) unter der Leitung des Parlamentarischen Staatssekretärs Stephan Mayer die Beratungsstelle des Raphaelswerks in Hannover. Unter den Teilnehmern waren auch Fachleute des niedersächsischen Innenministeriums, des Deutschen Caritasverbands, des Katholischen Büros Berlin und des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz. Der Informationsbesuch ermöglichte Einblicke in die Arbeit einer kirchlichen Rückkehrberatungsstelle und diente dem Austausch zu aktuellen Fragen der Rückkehr von Migranten und Geflüchteten in ihre Herkunftsländer.

Erzbischof Dr. Heße erinnerte noch einmal an zentrale Punkte aus dem Positionspapier „Auch für sie tragen wir Verantwortung“, das die Deutsche Bischofskonferenz vor einem Jahr zu der Thematik veröffentlicht hat: „Die Kirche vertritt das Leitbild einer Rückkehr in Sicherheit und Würde. Gefahren für Leib und Leben sind auszuschließen. Wenn eine Rückkehr verantwortbar ist, sollten freiwillige Ausreisen ermöglicht und Abschiebungen vermieden werden.“
 
Das Raphaelswerk unterstützt seit 1871 im Auftrag der deutschen Bischöfe Menschen, die Deutschland verlassen wollen oder müssen. In Zusammenarbeit mit der Caritas bietet es ausreisepflichtigen Personen eine unabhängige und ergebnisoffene Rückkehrberatung an, die realistische Perspektiven aufzeigt. „Aus der Praxis wissen wir, dass die Ratsuchenden dem Raphaelswerk das notwendige Vertrauen entgegenbringen. Die kirchliche Beratung steht im Dienste unseres Rechtsstaats“, betonte der Erzbischof von Hamburg, der zugleich Präsident des Raphaelswerks ist. Auch Staatssekretär Mayer bekräftigte die Relevanz der kirchlichen Rückkehrberatungsstellen.