| Pressemeldung | Nr. 065

Kardinal Marx zur Anschlagsserie auf Sri Lanka

„Sprachlos stehen wir dieser Welle blinder Gewalt gegenüber“

Angesichts der verheerenden Anschlagsserie auf katholische Kirchen und Hotels am heutigen Ostersonntag (21. April 2019) auf Sri Lanka hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, der Kirche des Landes und allen Angehörigen sein Mitgefühl ausgesprochen. In einem Brief an den Vorsitzenden der Bischofskonferenz von Sri Lanka, Bischof Julian Winston Fernando, schreibt Kardinal Marx: „Sprachlos stehen wir dieser Welle blinder Gewalt gegenüber, die zum Osterfest die gesamte Bevölkerung Sri Lankas, die vielen Gäste aus dem Ausland und insbesondere die Kirche getroffen hat.“ Dass der Ostertag in Sri Lanka zu einem dunklen Karfreitag werde, an dem der Tod versucht die Macht über das Leben zu gewinnen, lasse jeden Menschen fassungslos dastehen.

„Gerade die katholische Kirche setzt sich seit vielen Jahren für eine nationale Versöhnung in Ihrem Land ebenso ein, wie sie ein stets geschätzter Partner des Dialogs und der caritativen Hilfe ist. Erst vor drei Monaten war der Vorsitzende unserer Kommission Weltkirche, Erzbischof Dr. Ludwig Schick, auf Sri Lanka, um sich ein Bild von der Kirche vor Ort zu machen“, so Kardinal Marx. In seinem Brief fügt er hinzu: „In diesem Moment grausamen Blutvergießens, in dem die Freude über das Osterfest getrübt wird, übermittle ich Ihnen unsere Solidarität und vor allem unser Gebet: Tod und Hass haben keine endgültige Macht über den Menschen. Daran glauben wir, gerade an Ostern.“