| Pressemeldung | Nr. 140

Marsch für das Leben 2020

Bischof Bätzing: Neue Solidarität gegenüber älteren und kranken Mitmenschen

Am Samstag nächster Woche (19. September 2020) findet wie in den vergangenen Jahren der Marsch für das Leben in Berlin statt. Der Bundesverband Lebensrecht e. V. ruft dabei zum Schutz menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod auf.

In einem Grußwort dankt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, für das ungebrochene Engagement zum Lebensschutz. „Die Corona-Pandemie führt uns eindringlich vor Augen, wie verwundbar und schutzbedürftig der Mensch ist. Das Erleben der Zerbrechlichkeit des eigenen Daseins motiviert viele Menschen zu einer neuen Solidarität gegenüber älteren und kranken Mitmenschen. Weltweit setzen sich Ärzte und Pflegekräfte, aber auch Seelsorgerinnen und Seelsorger, einem gesundheitlichen Risiko aus, um den Kranken zu helfen. Sie alle verdienen unsere aufrichtige Anerkennung. Durch ihren Einsatz kann uns bewusster werden, dass das Leben ein Geschenk Gottes ist, das nie seinen Wert verliert und um das es sich zu kämpfen lohnt“, so Bischof Bätzing.

Mit Blick auf die Debatte um autonomes Sterben sähen Christen die menschenwürdige Antwort auf Krankheit und Leid darin, einander beizustehen, physische wie seelische Schmerzen zu lindern und vor allem bei Angst und Einsamkeit den Trost Gottes zuzusprechen. „Das Leben behält in jeder Situation – auch in scheinbarer Ausweglosigkeit – seinen Sinn durch die Gewissheit, dass Gott es in seiner Hand hält und es von der Dunkelheit zum Licht führen will“, so Bischof Bätzing.

Hinweise:
Das Grußwort von Bischof Bätzing ist unten als pdf-Datei verfügbar. Weitere Informationen zum Marsch für das Leben gibt es unter www.marsch-fuer-das-leben.de.

Die nächste ökumenische Woche für das Leben wird sich erneut dem Schutz des menschlichen Lebens annehmen und die christliche Sorge um die Sterbenden in den Vordergrund stellen. Sie findet vom 17. bis 24. April 2021 statt.