| Pressemeldung | Nr. 030

Deutsche Bischofskonferenz trauert um Bischof em. Dr. Viktor Josef Dammertz OSB

Kardinal Marx: „Fürsorglicher Hirte, geschätzter Seelsorger, überzeugter Ordensmann“

Die Deutsche Bischofskonferenz trauert um den in der vergangenen Nacht verstorbenen früheren Bischof von Augsburg, Bischof Dr. Viktor Josef Dammertz OSB, der bis zu seiner Emeritierung 2004 der Deutschen Bischofskonferenz angehörte. In einem Beileidsschreiben an den Diözesanadministrator und ernannten Bischof von Augsburg, Prälat Dr.  Bertram Meier, würdigte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, den Verstorbenen als Freund und Wegbegleiter.

„Mit dem Tod von Bischof Dammertz geht ein fürsorglicher Hirte, geschätzter Seelsorger und überzeugter Ordensmann von uns. Wenngleich das hohe Alter ihn in den zurückliegenden Jahren nur noch selten seinen bischöflichen Dienst hat ausüben lassen, so war er viele erfüllte Jahre seines Lebens unter großem Engagement in unserer Bischofskonferenz dabei“, so Kardinal Marx. Dankbar denke er dabei an dessen langjährigen Vorsitz der Kommission für Geistliche Berufe und kirchliche Dienste und die Mitarbeit in der Kommission Weltkirche. „Gerade Bischof Dammertz war es, der in unserer Bischofskonferenz die Bedeutung und Verankerung des Ordenslebens in der Kirche Deutschlands stets in Erinnerung rief. Wir haben von der Spiritualität und der Herzensgüte des Verstorbenen viel lernen dürfen.“

Elf Jahre habe Bischof Dammertz mit seiner lebensfrohen Art die Beratungen der Deutschen Bischofskonferenz geprägt. „In unseren Gesprächen und Sitzungen habe ich ihn oft als nachdenklichen und gleichzeitig lösungsorientierten Menschen erlebt. Darin war etwas von seinem bischöflichen Wahlspruch zu spüren, nach dem er sein ganzes Leben ausgerichtet hat: ‚Für euch – mit euch!‘. Zeit seines Lebens hat Bischof Dammertz gerade auch junge Menschen für die Kirche begeistern können. Mit dem kraftvollen Verkünden des Wortes Gottes hat er viele Menschen, auch Fernstehende, angesprochen“, schreibt Kardinal Marx.

Mit Bischof Dammertz verlasse die Kirche in Deutschland ein überzeugter und allseits geschätzter Benediktiner. Dessen segensreiches Wirken im Bistum Augsburg und in der Deutschen Bischofskonferenz sei einhergegangen mit dem Engagement in der Ordensgemeinschaft. „Ich denke dabei an die Verantwortung als Generalsekretär der Benediktinerkongregation von St. Ottilien gerade in der Zeit des Zweiten Vatikanischen Konzils, an seine Amtszeit als Erzabt von St. Ottilien und vor allem an seine internationale Verantwortung als Abtprimas der weltweiten Benediktinischen Konföderation mit Sitz in Rom, die er 15 Jahre verantwortet hat. Hinzu kamen – nach seiner Weihe zum Bischof von Augsburg – die Mitgliedschaften in der römischen Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und die Beratertätigkeit im Päpstlichen Rat für die Interpretation der Gesetzestexte“, so Kardinal Marx. Er fügt in seinem Brief hinzu: „All das zeigt, was Bischof Viktor Josef Dammertz war: Ein Benediktiner mit Bezug zur Welt und zum Glauben, ein Seelsorger, standhaft in seiner Kirche und mutig in der Verkündigung, ein Priester aus Überzeugung und Leidenschaft für das Evangelium, ein Freund und treuer Wegbegleiter.“